October 2014 › Blog über die Onlinewelt

Posts from October 2014.

October 24th 2014
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Bild-Redakteur ließ kritische BildBlog-Berichte bei Google streichen

Das vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) postulierte Recht auf Vergessen, das Menschen gegenüber dem Suchmaschinenbetreiber Google einfordern können sollen, trieb schon einige Blüten. Und im aktuellen Fall versucht ein Mitarbeiter des Axel Springer-Verlags Beiträge im BildBlog unauffindbar zu machen.Das Blog hat sich in den letzten Jahren einen Namen damit gemacht, erst der Bild-Zeitung und ihren Ablegern, später auch anderen Presserzeugnissen auf die Finger zu schauen. Mit penibler Recherche werden hier Unwahrheiten aufgedeckt, fragwürdige Methoden angeprangert und die Verletzung von Persönlichkeitsrechten dokumentiert.

Nun erhielten die Betreiber eine Mitteilung von Google, dass bei bestimmten Suchanfragen Artikel des BildBlogs nicht mehr in den Trefferlisten auftauchen. Solche Veränderungen am Index kommen zustande, wenn Einzelpersonen unter Berufung auf das EuGH-Urteil dafür sorgen wollen, dass bestimmte Informationen nicht mehr in Verbindung mit ihrem Namen in der Suchmaschine zu finden sind.

In dem Schreiben führt Google auch die Links zu den vier betroffenen Beiträgen auf. Hinsichtlich einer konkreten Person taucht hier nur der Name Alexander Blum als Gemeinsamkeit auf. Bei diesem handelt es sich um einen Redakteur der Bild am Sonntag. Die Berichte kritisieren jeweils die Art und Weise, mit der die Redaktion der Boulevard-Zeitung hier entweder versuchte, an Informationen zu kommen, oder diese dann aufbereitete.

In einem Fall ging es beispielsweise darum, dass ein Mann, dem Straftaten vorgeworfen wurden, noch vor einer Verurteilung als Täter hingestellt und mit Fotos identifizierbar gemacht wurde. Ein anderer Beitrag handelte davon, wie versucht wurde, über die Ansprache von Kindern an ein Foto eines verstorbenen Jungen zu kommen. Eine dritte Geschichte entpuppte sich bei weitergehenden Recherchen durch die Polizei komplett als erfunden.

Der nun aufgetretene Fall der Veränderungen am Google-Index ist deshalb bemerkenswert, weil hier nicht eine Privatperson versucht, ein unschönes, aber länger zurückliegendes Ereignis ihrer Biografie in den Hintergrund zu rücken, wie es das EuGH-Urteil eigentlich beabsichtigte. Statt dessen versucht ein Mitarbeiter eines reichweitenstarken Mediums die kritische Auseinandersetzung mit seiner Arbeit aus der Welt zu schaffen.

Die Homepage besuchen:

www.winfuture.de/

October 22nd 2014
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Smartphones reparieren lassen – lohnt sich das?

Smartphones und Tablets sind mittlerweile in unserem Alltag allgegenwärtig. Es ist heute selbstverständlich, dass man fast überall online sein kann, beim Warten auf den Bus, in der U-Bahn, beim Arzt im Wartezimmer, ja selbst in Clubs, wo auch auf der Tanzfläche schnell die letzten What’s up Nachrichten gecheckt werden. Aber wie das so bei Geräten ist, die man ständig dabei hat, gibt es auch Schattenseiten. Teilweise sind Smartphones sehr empfindlich, gerade das Display und der Touchscreen sind Schwachstellen beim Smartphone. Schnell ist das Display zerkratzt oder nach einem Fall auf harten Untergrund gebrochen. Zuweilen gibt es auch ohne äußere Einflüsse Störungen beim Bedienen des Touchscreens oder das Smartphone lässt sich nicht mehr starten.

 

Das andere große Problem mit mobilen Geräten, vor allem bei Smartphones, ist der ständige Hunger nach Strom. Bei intensiver Nutzung von Wlan, 3G oder LTE und GPS ist bei vielen iPhones und bei Smartphones von Samsung, HTC und Sony am Abend der Akku leer. Das Fiese ist, dass der Akku immer schlechter wird, also weniger Energie speichern kann und er dadurch kontinuierlich Ladekapazität verliert.

 

Doch eine defektes Display, ein defekter Touchscreen oder Bruch des Gehäuses und auch ein schwächer werdender Akku bedeutet nicht, dass man sich gleich ein neues teures Smartphone kaufen muss. Die meisten Nutzer können allerdings nichts selbst an ihrem Smartphone reparieren. Man benötigt Spezialwerkzeug und das nötige Wissen. Bei der Demontage kann man sehr schnell etwas kaputt machen, die Geräte wollen sanft behandelt werden. Dafür gibt es Anbieter, die Smartphones professionell reparieren. Bei den meisten Geräten kann man sowohl das Display als auch den Touchscreen austauschen lassen. Die Ersatzteile sind nicht gerade billig, aber der Gesamtpreis einer Reparatur ist in den meisten Fällen günstiger als ein neues Smartphone. Auch der Akku lässt sich meistens durch einen frischen ersetzen, was für viele, die ständig auf der Suche nach Lademöglichkeiten sicher eine gute Nachricht ist. Schauen Sie sich in Ihrer Gegend um, welche Anbieter für die Reparatur von iPhones, Samsung Galaxy, HTC und Sony Smartphones in Ihrer Nähe sind. Meines Erachtens ist es besser, sein defektes Smartphone zu einem lokalen Dienstleister zu bringen, als es an einen Anbieter im Internet zu schicken. Viele Werkstätten bieten einen Express-Service an, sodass man mit etwas Glück sein geliebtes Smartphone nach 1 Stunde bereits wieder abholen kann.

October 22nd 2014
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Wirkungslos – Internet-Nutzer tricksen Netzsperren mit alternativen DNS aus

Nach wochenlangem juristischen Gerangel war es am Donnerstagabend dann doch so weit: Seitdem sind in Österreich die ersten Netzsperren aktiv. Aufgrund einer einstweiligen Verfügung wurden die Seiten kinox.to und movie4k bei den meisten Providern blockiert. Wer diese auf ihren ursprünglichen Adressen ansurfen will, bekommt statt dem erwarteten Inhalt nur mehr eine simple Fehlermeldung.

Hallo Frau Streisand

Ob sich die Rechteverwertungsindustrie mit diesem Schritt einen wirklichen Gefallen getan hat, steht freilich auf einem anderen Blatt. Immerhin hat seitdem der Streisand-Effekt seine volle Wirkung entfaltet. Selbst wer zuvor von den beiden Seiten noch nichts gehört hatte, ist mittlerweile bestens über diese informiert – und an alternative Adressen, über die beiden Services zu erreichen sind, mangelt es ebenfalls nicht. Doch auch sonst dürften die Sperrmaßnahmen kaum eine – oder zumindest keine negative – Auswirkung auf die Intensivität der kinox.to und movie4k-Nutzung aus Österreich haben. Lassen sich die nun errichteten Hürden doch äußerst einfach umgehen.

Schwache Sperre

Dies liegt daran, dass die Sperre lediglich über eine Veränderung der Domain-Name-System-(DNS)-Datenbank bei den Providern implementiert ist. Diese ist dazu, die die IP-Adresse eines Servers (beispielsweise: 194.116.243.20) – also jene Zahlenkombination über die er anderen Rechnern bekannt ist – einer für Menschen einfach merkbar Adresse wie derStandard.at zuzuweisen. Nun haben also die österreichischen Provider schlicht die Einträge für die von den Rechteverwertern beanstandeten Domainname verändert.

DNS-Alternativen

Und genau dieser Umstand macht es den Nutzern nun so einfach die aktuellen Netzsperren auszutricksen. Es ist nämlich keineswegs notwendig, die DNS-Einträge des eigenen Anbieters zu verwenden. Wer schon bislang alternative DNS-Server verwendete, merkte von der Aktivierung der Netzsperren in Österreich exakt: Nichts. Und solche öffentlich verfügbare DNS gibt es zuhauf, so hat etwa Google seit einigen Jahren eigene DNS im Angebot. Und neben speziellen Services wie DNS.Watch oder OpenDNS hat sogar der deutsche Chaos Computer Club ein entsprechendes Angebot. In all diesen sind die alten Zuweisungen für kinox.to und movie4k weiterhin aktiv.

Einfach

Die Aktivierung alternativer DNS ist dabei bei allen gängigen Betriebssystemen ohne sonderlichen Aufwand in den Netzwerkeinstellungen vorzunehmen. Anleitungen gibt es dafür im Internet zuhauf. Wer sich ersparen will, jeden einzelnen Rechner neu zu konfigurieren, kann die alternativen DNS auch gleich am Router aktivieren, dann werden sie automatisch an alle lokalen Rechner und mobilen Geräte weitergereicht.

Ausgetrickst

Zumindest solange bis die Netzsperren in Österreich lediglich über DNS-Manipulationen implementiert ist, ist dieser Ausweg der derzeit wohl komfortabelste. Mit ein paar Minuten Aufwand spüren die Nutzer von den Sperren gar nichts mehr. Die Verwendung alternativer Domains / URLs hat hingegen den Nachteil, dass diese – zumindest soweit die Erfahrung in anderen Ländern zeigt – schon bald ebenfalls gesperrt werden. Und beim direkten Ansurfen von IP-Adressen können andere Probleme auftreten, etwa mit Sicherheitszertifikaten, oder weil eine IP von mehreren Domains genutzt wird, was gerade bei kleineren Angeboten nicht unüblich ist. (apo, derStandard.at, 5.10.2014)

 

Übernommen aus:

derstandard.at/2000006429796/Internet-Nutzer-tricksen-Netzsperren-mit-alternativen-DNS-aus

October 13th 2014
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Smartphone-Krypto: Android soll laut Google bald zu iOS aufschließen

Die kommende Version von Googles Android-Betriebssystem soll ab der kommenden Version standardmäßig dafür sorgen, dass alle Daten auf dem jeweiligen Gerät verschlüsselt sind. Damit würde die Plattform zu dem Sicherheits-Level aufschließen, das Apple gerade mit iOS 8 eingeführt hat. Die Möglichkeit zur Verschlüsselung sind in Android schon länger vorhanden, konkret seit 2011. Allerdings muss das Feature von den Anwendern erst aktiviert werden, was nur sehr wenige tatsächlich getan haben. In der in Kürze erscheinenden Version Android L werden die Kryptografie-Funktionen dann aber automatisch bei der Einrichtung eines Smartphones oder Tablets aktiviert, so dass die auf dem System gespeicherten Bilder, Videos, Nachrichten und anderen Informationen nur eingesehen werden können, wenn die korrekte Zugangskennung eingegeben wurde.

Sowohl Apple als auch Google setzen bei der Verschlüsselung auf bewährte Verfahren, die auch ausreichend Schutz vor professionellen Angriffen bieten sollen. So betonte nun auch eine Google-Sprecherin, dass das Unternehmen beispielsweise auch Behörden mit einer richterlichen Anordnung nicht weiterhelfen könne, wenn diese Zugang zu einem Mobilgerät haben wollen. Das setzt natürlich voraus, dass der Anwender ein halbwegs starkes Passwort verwendet und die Informationen, die geschützt werden sollen, dann auch nicht in die Cloud synchronisiert.

Mit der Einführung der Standard-Verschlüsselung wollen die Anbieter vor allem auch Vertrauen bei den Nutzern zurückgewinnen. Nachdem im Zuge der Snowden-Veröffentlichungen die Öffentlichkeit zu einem gewissen Grad darauf sensibilisiert wurde, sich gegen Überwachungsmaßnahmen zu schützen, ist die Verfügbarkeit entsprechender Features durchaus zu einem Verkaufsargument geworden.

Bis die Krypto-Features bei Android in voller Breite in der Praxis ankommen, wird es aber wohl deutlich länger dauern als beim Konkurrenten. Denn Apple liefert nicht nur die neuen iPhones mit standardmäßig aktivierter Verschlüsselung aus, sondern bringt diese mit dem aktuellen iOS 8-Update auch schnell auf die meisten älteren Geräte. Durch den fragmentierten Aktualisierungs-Prozess bei Google kann es hingegen Wochen bis Monate dauern, bis auch viele bereits verkaufte Smartphones und Tablets auf Android L aufgerüstet werden.

 

Erstmals erschienen auf:

http://winfuture.de/news,83689.html